Weiterbildung Handelsfachwirt

Die Weiterbildung zum Handelsfachwirt dient zur Vorbereitung auf die Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Dabei handelt es sich um eine Qualifikation auf Meisterebene mit öffentlich-rechtlichem Abschluss. Das Prüfungsverfahren ist in ganz Deutschland einheitlich geregelt.
Der Lehrgang eignet sich besonders für Berufstätige, die mit ihrer kaufmännischen Ausbildung und Berufserfahrung eine höhere Position in diesem Bereich anstreben oder die bereits im Handel tätig sind und sich spezialisieren wollen. Auch wer sich mit einem Unternehmen selbstständig machen möchte, erhält mit diesem Lehrgang die nötigen Kenntnisse.

Vorzüge eines Fernstudiums
Wer sich für ein Fernstudium entscheidet, kann zu jedem ihm passenden Zeitpunkt in den Kurs einsteigen. Er muss weder auf Semesterbeginn noch auf Semesterferien Rücksicht nehmen und kann sein Lerntempo -innerhalb eines gesetzten Rahmens- selbst bestimmen.
Weitere Vorzüge sind die umfassende Betreuung und ausführliche Lernmaterialien.

Vorteile der Weiterbildung zum Handelsfachwirt

Der Lehrgang bereitet die Teilnehmer praxisorientiert auf die Prüfung und die späteren Berufsfelder im Einzelhandel, Groß- oder Außenhandel vor. Mit Beispielen aus der Praxis, Fallstudien und Übungen lernen sie Präsentationsmethoden und Arbeitstechniken kennen, die sie zur Planung, Führung oder Kontrolle am künftigen Einsatzort brauchen. Dabei sind die Lerninhalte branchenunabhängig und können auf jeden Bereich übertragen werden.


Neben betriebswirtschaftlichen und personalwirtschaftlichen Kompetenzen wird ein umfassendes Manager-Know-How vermittelt.
Da der dynamische Handel mit seinen Weiterentwicklungen und Neuerungen nach fachlich qualifizierten Mitarbeitern strebt, bietet sich dem Handelsfachwirt ein breites Feld an Einsatzmöglichkeiten mit besseren Positionen und weiteren Aufstiegsmöglichkeiten.

Beginn, Dauer und Präsenz-Phasen

Der Lehrgang dauert 18 Monate bei einer durchschnittlichen Studienzeit von zehn bis zwölf Stunden pro Woche. Mit einem erhöhten Lerntempo lässt er sich verkürzen; wer mehr Zeit benötigt, kann den Kurs kostenfrei um neun bis zwölf Monate verlängern. Studienbeginn ist jederzeit möglich.


Zum Lehrgang gehören drei Seminare. Die ersten zwei sind optional und dienen der Vertiefung der Lerninhalte und dem Einüben von Arbeitstechniken und -methoden. Das letzte Seminar ist für die Lernenden verpflichtend; es bearbeitet die für die Abschlussprüfung relevanten Themen und bereitet gezielt darauf vor.

Kosten und Fördermöglichkeiten

Die Kosten für den Lehrgang können sich zwischen 2400€ und 3800€ bewegen, wobei an einigen Instituten monatliche Ratenzahlungen möglich sind.


Die zertifizierten Lehrgänge werden auf Antrag von der Agentur für Arbeit mit einem Bildungsgutschein zu 100 Prozent gefördert. Weiter kann das zuständige Finanzamt die steuerliche Absetzbarkeit der Weiterbildung überprüfen.

Voraussetzungen

Allgemeine Voraussetzungen sind betriebswirtschaftliche Kenntnisse, in der Regel in Verbindung mit einer kaufmännischen Ausbildung oder einer mehrjährigen Berufserfahrung im Handel.


Außerdem sollten die Lehrgangsteilnehmer analytische Fähigkeiten, Organisationstalent, wirtschaftliches Denken und Kommunikationsstärke mitbringen. Mathematische Fähigkeiten und gute Deutschkenntnisse sind von Vorteil; gute Englischkenntnisse haben für die spätere Praxis Bedeutung.


Für die Anmeldung zur Prüfung gelten gesonderte Voraussetzungen.

Prüfungsvoraussetzungen und Abschlusstitel

Zur Prüfung anmelden kann sich, wer einen dreijährigen kaufmännischen Ausbildungsberuf, der mindesten ein Jahr ausgeübt wurde oder eine abgeschlossene Ausbildung zur Verkäuferin, zum Verkäufer oder einem anderen kaufmännisch-verwaltenden Beruf mit zweijähriger Berufserfahrung vorweisen kann.


Andere Möglichkeiten sind die Ausbildung zum Fachlageristen mit dreijähriger Berufspraxis oder die fünfjährige Berufspraxis im kaufmännischen Bereich.


Auch eine bestimmte Anzahl von Leistungspunkten (90 ETCS) aus einem Betriebswirtschaftsstudium mit einer zweijährigen Berufspraxis wird als Voraussetzung anerkannt.


Mit dem erfolgreichen Abschluss der Prüfung wird der Titel „Geprüfte/r Handelsfachwirt/in (IHK)“ verliehen.

Inhalte

Der Lehrgang vermittelt die Kernkompetenzen aus Betriebswirtschaft und angewandtem Management. Im Wesentlichen qualifiziert er zur Unternehmensführung und -steuerung und zur Führung im Personalmanagement.


Daneben werden Themen aus dem Handelsmarketing, aus Logistik und Vertriebssteuerung bearbeitet. Die Teilnehmer lernen unter anderem die Funktionen und Entwicklungen des Handels und verschiedene Marketingstrategien kennen. Sie erfahren, wie Marktbeobachtungen und -analysen durchgeführt und Kunden gewonnen werden.


Weiter erwerben sie die Fähigkeit, logistische Abläufe zu planen, umzusetzen und zu kontrollieren und kennen die wesentlichen Vertriebsstrategien.


Jeder Übungsbereich endet mit einer umfassenden Fallstudie, bei der das erworbene Wissen angewendet werden kann.